Wir haben die Nebenkostenabrechnung um die CO₂-Kostenaufteilung erweitert. Du teilst die CO₂-Kosten deiner Heizung jetzt direkt in der Abrechnung zwischen deinen Mietern und dir auf. Dafür hinterlegst du einmal am Objekt, womit geheizt wird. In der Abrechnung trägst du die Werte aus deiner Rechnung ein, und immocloud ermittelt die Stufe, den Mieteranteil und deinen Vermieteranteil. Im PDF für deine Mieter steht die Aufteilung in einem eigenen Abschnitt.
Das bringt dir die CO₂-Kostenaufteilung
- Einrichtung je Objekt: Heizungsart, Fernwärme-Anschluss und Hemmnisse wie Denkmalschutz trägst du einmal im Reiter „CO₂“ ein
- Eigene Kostenzeile: Verteilst du die Heizkosten selbst in immocloud, legt der Assistent die Zeile „CO2-Kosten“ an
- Fünf Erfassungswege: von der eigenen Lieferantenrechnung über die Gasetagenheizung deines Mieters bis zur Abrechnung deines Messdienstes
- Stufenmodell mit Rechenweg: Ausstoß je Quadratmeter, Stufe und Anteile siehst du Schritt für Schritt im Dialog
- Hinweis auf doppelte CO₂-Kosten: Steckt der CO₂-Preis schon in deiner Brennstoffrechnung, reduzierst du die Brennstoffposition um diesen Betrag
- Vorschau je Mieter: „davon CO2-Kosten“ zeigt dir den Anteil, bevor du abschließt
- Eigener Abschnitt im Mieter-PDF: Nachweise und Berechnungsgrundlagen werden beigelegt
CO₂ am Objekt einrichten
Öffne dein Objekt, gehe in den Details auf „Objektdaten“, klicke auf „Bearbeiten“ und wähle den Reiter „CO₂“. Diese Angaben bestimmen, ob und wie die CO₂-Kosten für das Objekt aufgeteilt werden.
- „Womit wird geheizt?“: Du wählst aus acht Kacheln, nämlich Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Fernwärme, Wärmepumpe, Strom oder Holz / Pellets. Bei Wärmepumpe, Strom und Holz / Pellets fällt kein CO₂-Preis an, eine CO₂-Kostenposition brauchst du dann nicht.
- Fernwärme: Nur bei Fernwärme fragt immocloud, ob das Gebäude erstmals nach dem 01.01.2023 an eine Wärmeversorgung aus einer EU-ETS-Anlage angeschlossen wurde. Bei „Ja“ wird nicht aufgeteilt.
- Hemmnisse: Du gibst an, ob kein, ein oder zwei Hemmnisse vorliegen, etwa Denkmalschutz oder ein Anschluss- und Benutzungszwang, und lädst den Nachweis hoch.
Ob es sich um ein Wohn- oder ein Nichtwohngebäude handelt, fragt immocloud nicht ab. Die Gebäudeart leitet immocloud aus den Flächen deiner Einheiten ab. Deine Abrechnungen übernehmen jeweils den Stand, der für ihren Zeitraum gilt. Abgeschlossene Abrechnungen bleiben unverändert.



Die Zeile „CO2-Kosten“ in deiner Abrechnung
Verteilst du die Heizkosten selbst in immocloud, legt der Assistent im Schritt „Kosten erfassen“ die Zeile „CO2-Kosten“ an. Kommen deine Heizkosten aus der Abrechnung eines Messdienstes, legst du die Zeile selbst über „Weitere Kostenkategorie hinzufügen“ an. Ein Hinweis an der Heizkostenzeile erinnert dich daran. Das Gleiche gilt, wenn du die Zeile gelöscht hast. Über das Blatt-Symbol in der Zeile öffnest du den Dialog „CO₂-Kostenaufteilung“.

Fünf Wege, deine CO₂-Kosten zu erfassen
Im Dialog beantwortest du bis zu drei Fragen: „Wer kauft den Brennstoff bzw. die Wärme?“, „Wer rechnet die Heizkosten ab?“ und „Hat der Messdienst die CO₂-Kosten schon zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt?“. Daraus ergibt sich einer von fünf Erfassungswegen. Über „ändern“ wechselst du den Weg jederzeit.

- „Lieferantenrechnung des Vermieters“: Du kaufst den Brennstoff selbst ein. Je Lieferung trägst du „CO₂-Kosten“, „CO₂-Ausstoß“, „Rechnungsdatum“, „Energiegehalt“ und „Emissionsfaktor“ ein, wahlweise brutto oder netto. immocloud addiert alle Lieferungen und stuft sie gemeinsam ein.
- „Rechnung des Mieters“: Deine Mieter kaufen den Brennstoff selbst, etwa bei einer Gasetagenheizung. Du legst je Mietverhältnis eine Karte an. immocloud stuft nach der Fläche der Einheit ein und schreibt deinen Vermieteranteil diesem Mieter gut. Nutzt der Mieter den Brennstoff auch für andere Geräte, kannst du einen Pauschalabzug von 5 % ansetzen.
- „Externe Abrechnung, Anteil abgezogen“: Dein Messdienst hat die CO₂-Kosten schon aufgeteilt. Du überträgst den Mieteranteil in Euro und Prozent sowie die Einstufung laut Abrechnung und lädst die Berechnungsgrundlage hoch. immocloud übernimmt diese Werte, rechnet nichts nach und kürzt nicht erneut.
- „Externe Abrechnung, Anteil nicht abgezogen“: Dein Messdienst rechnet die Heizkosten ab, hat die CO₂-Kosten aber noch nicht aufgeteilt. Du trägst die Werte aus seiner Abrechnung ein, und immocloud rechnet die Aufteilung wie bei der Lieferantenrechnung aus.
- „Ohne Emissionsdaten“: Dir liegen keine CO₂-Angaben vor. Dann teilt immocloud nicht auf und kürzt stattdessen den Heizkostenanteil der betroffenen Mietverhältnisse um 3 %. Der Schalter „Kürzung um 3 % anwenden“ ist voreingestellt.

So rechnet das Stufenmodell
immocloud teilt den CO₂-Ausstoß durch die Fläche, rundet das Ergebnis auf eine Nachkommastelle und ordnet den Ausstoß je Quadratmeter und Jahr einer von 10 Stufen zu. Liegt er unter 12 kg CO₂, tragen deine Mieter die CO₂-Kosten vollständig. Mit jeder weiteren Stufe sinkt der Mieteranteil. Ab 52 kg tragen deine Mieter 5 % und du 95 %.
Einige Fälle berücksichtigt immocloud zusätzlich:
- Nichtwohngebäude: Mieter und Vermieter tragen je 50 %
- Ein Hemmnis halbiert deinen Vermieteranteil, bei zwei Hemmnissen tragen die Mieter die Kosten vollständig
- Abrechnungszeiträume, die vor dem 01.01.2023 beginnen, und Lieferungen mit einem Rechnungsdatum vor dem 01.01.2023 werden nicht aufgeteilt
Rechts im Dialog siehst du den Rechenweg: spezifischer Ausstoß, Einstufung, Hemmnisse, Mieteranteil und Verteilung, darunter die Stufentabelle mit der markierten Stufe. In der Fußzeile stehen „CO₂-Kosten gesamt“, „Mieteranteil, umlagefähig“ und „Vermieteranteil, nicht umlagefähig“.

CO₂-Preis nicht doppelt umlegen
Der CO₂-Preis steckt oft schon in deiner Brennstoffrechnung. Darauf weist dich die Karte „CO2-Preis steckt evtl. schon in der Brennstoffrechnung“ hin. Unter „Brennstoffposition reduzieren“ wählst du die Brennstoffposition, die Belege mit CO₂-Preis und den Abzug in Euro brutto. Mit „Abzug entfernen“ nimmst du ihn wieder heraus.
Vorschau und Mieter-PDF
In der Vorschau siehst du je Mieter „davon CO2-Kosten“. Beim Weg „Ohne Emissionsdaten“ steht dort zusätzlich die Kürzung um 3 %.
Das PDF für deine Mieter enthält einen eigenen Abschnitt zur CO2-Kostenaufteilung, in den Vorlagen für Wohnen und Gewerbe. Dort stehen unter anderem CO₂-Ausstoß, CO₂-Kosten, Bezugsfläche, spezifischer Ausstoß, die Einstufung, die Aufteilung und der Anteil des jeweiligen Mieters. Die Berechnungsgrundlage deines Messdienstes und den Nachweis zu Hemmnissen legt immocloud dem PDF bei. Beim Weg „Ohne Emissionsdaten“ entfällt der Abschnitt, stattdessen erscheint die Kostenzeile „Kürzung 3 % der Heizkosten“.

Speichern und abschließen
Fehlen noch Angaben, speicherst du den Dialog über „Unvollständig speichern“. Die Fußzeile zeigt dir, was noch fehlt. „Abrechnung abschließen“ ist erst möglich, wenn die CO₂-Angaben vollständig sind. Enthält deine Abrechnung Heizkosten, aber keine CO₂-Kostenposition, fragt immocloud vor dem Abschluss nach. Mit „Trotzdem abschließen“ schließt du dann ohne Aufteilung ab.
Gut zu wissen
- Die CO₂-Kostenaufteilung nutzt du im neuen Abrechnungsassistenten, den du in der Seitenleiste unter „Betriebskosten“ findest. Den Reiter „CO₂“ am Objekt findest du in der Web-Oberfläche.
- Die Werte aus Lieferantenrechnungen und aus der Abrechnung deines Messdienstes (z. B. Techem, ista) überträgst du von Hand. Die Berechnungsgrundlage lädst du als Datei hoch.
- Beim Weg „Externe Abrechnung, Anteil abgezogen“ übernimmt immocloud die Werte deines Messdienstes so, wie du sie einträgst.
- Ob deine Mieter ihre Ansprüche rechtzeitig geltend gemacht haben, prüft immocloud nicht. Im Dialog siehst du dazu einen Hinweis.
Die CO₂-Kostenaufteilung ist Teil der Nebenkostenabrechnung und in allen Tarifen enthalten. immocloud rechnet mit deinen Angaben, ersetzt aber keine rechtliche Prüfung im Einzelfall.