Indexmiete berechnen
Indexmiete-Rechner: neue Miete nach dem Verbraucherpreisindex berechnen
Mit dem Indexmiete-Rechner ermittelst du in Sekunden, wie hoch die neue Miete nach einer Indexanpassung ausfällt.
Was ist eine Indexmiete?
Bei einer Indexmiete ist die Miethöhe an den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts gekoppelt. Steigt der Index, darf der Vermieter die Miete im selben Verhältnis anheben, geregelt in § 557b BGB. Die Indexmiete muss im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart sein.
In immocloud kannst du nach der Anpassung der Miete an den Index die neue Miethöhe mit Änderungsdatum einpflegen. So ist alles sauber dokumentiert und deine Sollstellung werden korrekt angepasst.
So berechnest du die Indexmieterhöhung
Neue Miete = aktuelle Miete × (neuer VPI ÷ alter VPI).
Beispiel: aktuelle Nettokaltmiete 800 €, alter VPI 123,5, neuer VPI 126,2. Daraus folgt eine neue Miete von 817,49 €, also eine Erhöhung um 17,49 € oder 2,19 %. Genau diese Werte liefert der Rechner auf dieser Seite.
Wo finde ich den Verbraucherpreisindex (VPI)?
Den VPI veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis) monatlich, aktuell auf Basis 2020 = 100. Für die Berechnung nimmst du den Indexstand zum Zeitpunkt der letzten Mietfestsetzung und den aktuellen Stand aus derselben Reihe. Die Werte findest du im Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts.
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Wie oft und wie stark darf die Indexmiete steigen?
Die Miete muss zwischen zwei Indexanpassungen mindestens zwölf Monate unverändert bleiben. Die Erhöhung kündigst du in Textform an, wobei du die Veränderung des Index und die neue Miethöhe angeben musst. Die neue Miete gilt ab dem übernächsten Monat nach Zugang der Erklärung. Eine prozentuale Obergrenze wie die Kappungsgrenze gilt für die reine Indexanpassung bislang nicht.
Hinweis: Für angespannte Wohnungsmärkte ist eine gesetzliche Deckelung von Indexsteigerungen in Diskussion (Stand: Juni 2026).
Erfahrungen
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Indexmiete oder Staffelmiete?
Beide Modelle regeln Mieterhöhungen im Voraus, aber unterschiedlich: Die Indexmiete folgt dem VPI und steigt mit der Inflation, die Staffelmiete legt feste Beträge zu festen Terminen fest. Welches Modell sich lohnt, hängt von deiner Inflationserwartung und deinem Wunsch nach Planungssicherheit ab. Mehr dazu: Lohnt sich ein Staffelmietvertrag?
Von der Berechnung zum Mieterhöhungsschreiben
Die berechnete neue Miete ist der erste Schritt. Danach brauchst du eine formgerechte Ankündigung in Textform, die die Indexveränderung ausweist. In immocloud kannst du das Schreiben in den Textvorlagen individuell gestalten und dann über das integrierte Nachrichten-Modul an deinen Mieter rausschicken.
Mehr Hintergrund im Ratgeber Indexmiete: Vor- und Nachteile und unter Mieterhöhung korrekt umsetzen. Die passende Vorlage findest du unter Muster für die Indexmieterhöhung.
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FAQ
Häufige Fragen zum Indexmiete-Rechner
Eine wirksam vereinbarte und korrekt in Textform angekündigte Indexmieterhöhung muss der Mieter zahlen. Eine gesonderte Zustimmung ist nicht erforderlich. Eine fehlerhafte Ankündigung, etwa ohne Angabe der Indexveränderung, kann er zurückweisen.
Die Mietpreisbremse begrenzt die Miete zu Mietbeginn, nicht die laufende Indexanpassung. Spätere Steigerungen über den Verbraucherpreisindex sind davon grundsätzlich nicht erfasst.
Sinkt der Index, kann die Miete entsprechend angepasst werden. Indexmietklauseln nach § 557b BGB wirken grundsätzlich in beide Richtungen. In der Praxis sind Erhöhungen der Regelfall.
Nein. Eine Indexmieterhöhung wirkt nicht rückwirkend. Die neue Miete gilt ab dem übernächsten Monat nach Zugang der Erhöhungserklärung in Textform.
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